Viele Banken und Kreditinstitute sowie öffentliche Geldgeber bieten Solarkredite zu äußerst günstigen Konditionen und Zinsen an, so dass sich selbst Solaranlagen ohne Eigenkapital rechnen können. Welche Angebote von Solarkrediten momentan am Finanzmarkt erhältlich sind und wie sich diese unterscheiden, beschreibt folgender Artikel.

Welche Firmen bieten spezielle Solarkredite an?

Der wohl bekannteste Anbieter von Solarkrediten ist die staatliche KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Dort kann jeder, der eine Solaranlage plant, einen Kredit speziell auf solche Anlagen zugeschnitten, zu äußerst günstigen Konditionen beantragen. Das Beantragungsverfahren und auch die Sicherheiten werden über die Hausbank abgewickelt, die als eine Art Vermittler auftritt.

Neben dieser quasi staatlichen Kreditvergabe der KfW bieten fast alle Banken und Finanzinstitute mittlerweile spezielle Solarkredite zu guten Konditionen an. Für die Banken hat sich diese Art von Kredit zu einem lohnenden Geschäft entwickelt, da die geliehenen Gelder sehr gut durch Sachanlagen und die garantierte Einspeisevergütung abgesichert sind. Für die Banken besteht also kaum ein Risiko und die Kreditnehmer können von niedrigen Zinsen profitieren. Ist man also auf der Suche nach einem günstigen Solarkredit, kann es sehr lohnend sein die Angebote der unterschiedlichen Institute zu vergleichen.


 

Unterschiede bei der Absicherung des Kredits

An Solaranlagen gebundene Kredite sind in der Regel sehr einfach zu bekommen. Üblicherweise prüfen die Banken lediglich die finanziellen Verhältnisse nach Schufa Einträgen und lassen sich die Daten der geplanten Anlage zeigen. Treten keine gravierenden Unstimmigkeiten oder Probleme auf, steht einer Kreditvergabe kaum etwas entgegen. Als Absicherung nutzen die Banken unterschiedliche Sicherheiten. Manche verlangen einen Grundschuldeintrag zur Kreditsicherung. Dies ist aber inzwischen bei Solarkrediten eher selten der Fall. In der Regel lassen sich die Banken bei Zahlungsschwierigkeiten die Photovoltaikanlage selbst als Sicherheit hinterlegen oder bestehen auf die Abtretung der Einspeisevergütung. Dies hat sich für Kreditgeber und Kreditnehmer als die vorteilhafteste Methode entwickelt. Die Banken tragen kaum ein Risiko, da sie Kreditausfälle mit der Einspeisevergütung gänzlich ausgleichen können. Die Kreditnehmer auf der anderen Seite haften lediglich mit der Anlage selbst und haben ebenfalls minimales Risiko.

Worauf ist beim Abschluss zu achten?

Das wichtigste Kriterium eines Kredites ist nach wie vor der Zinssatz selbst. Er sollte natürlich möglichst gering sein. Auch die Laufzeit selbst sollte man auf höchsten zehn Jahre ausdehnen, da eine Photovoltaikanlage in der Regel spätestens nach 12 bis 15 Jahren durch die Einspeisevergütung selbst bezahlt ist. Danach kann man noch weitere Jahre von dem Ertrag profitieren ohne einen Kredit abbezahlen zu müssen. Als Sicherheit sind Grundbucheintragungen eher unüblich und zu risikobehaftet. Man sollte besser die Solaranlage selbst und die Vergütung zur Absicherung verwenden.