Solarmodule gehören neben dem Wechselrichter zu den wichtigsten Komponenten einer Photovoltaikanlage. Sie sind hauptverantwortlich für den Ertrag an elektrischer Energie und bestimmen so maßgeblich die erzielbare Rendite. Aus diesem Grund sollte man sich vor dem Kauf ausgiebig über die unterschiedlichen Arten und Leistungsdaten der Solarmodule informieren. Im Folgenden ein kurzer Überblick über den Aufbau, die unterschiedlichen Typen und die Installation von Solarmodulen.

Aufbau von Solarmodulen

Solarmodule bestehen aus einer Vielzahl einzelner Solarzellen, die zu einem Modul verschaltet sind. Sie sind in einem gemeinsamen mechanischen Rahmen in Reihe bzw. parallel geschaltet und können so als ganzes Modul installiert werden. Der Rahmen schützt dabei die Solarzellen vor mechanischen und wetterbedingten Einflüssen. So ist auf der Frontseite in der Regel ein bruchsichere Sicherheitsglasscheibe, auf der Rückseite eine witterungsbeständige Kunststofffolie und am Rand ein fester Metallrahmen installiert. Auf der Rückseite wird zudem das elektrische Kabel heraus geführt.

Unterschiedliche Modultypen

Mittlerweile sind eine ganze Reihe unterschiedlicher Solarmodule am Markt erhältlich. Allerdings dominieren die aus Silizium Solarzellen gefertigten Module. Dabei wird zwischen monokristallinen, polykristallinen und amorphen Zellen unterschieden. Die Masse, der derzeit in Deutschland verwendeten Module, besteht dabei aus poly- oder monokristallinen Zellen. Die amorphen Solarzellen sind derzeit noch in der Minderheit. Ihnen wird allerdings zukünftig eine wichtigere Rolle zugeschrieben, da sie wesentlich dünner sind und so auf beliebigen Materialien und selbst als flexible Solarmodule hergestellt werden können.

Vor- und Nachteile im Vergleich

Polykristalline Solarzellen haben im Vergleich zu monokristallinen Zellen einen um ca. 2% geringeren Wirkungsgrad, sind allerdings günstiger in der Herstellung und benötigen dabei auch weniger Energie, so dass sie eine etwas günstigere Gesamtenergiebilanz haben. Die Zukunft allerdings gehört den amorphen Dünnschichtzellen, die wesentlich weniger Material und Energie in der Herstellung benötigen und so zu einer nochmaligen Preissenkung im Photovoltaikmarkt beitragen werden.

Montage und Verschaltung

Die Solarmodule werden in der Regel auf Metallschienen am Dach montiert. Sind die Schienen einmal montiert, ist die Verlegung der eigentlichen Module schnell und einfach möglich. Sie werden dann je nach Größe und Art der Anlage zu einzelnen Strings in Reihe verschaltet, die dann wiederum parallel den einzelnen Wechselrichtern zugeführt werden. Auf diese Art und Weise lassen sich Photovoltaikanlagen fast jeder beliebigen Größe installieren und über einzelne oder mehrere Wechselrichter dem Stromnetz zuführen. 

Auf was sollte man beim Kauf achten?

Die wichtigsten Daten eines Solarmoduls sind die angegebene Leistung (angegeben in kWp - optimale Leistung unter genormten Testbedingungen), der Wirkungsgrad und natürlich der Preis. Es sollte darauf geachtet werden, dass ein möglichst gutes Verhältnis von Leistung und Wirkungsgrad im Verhältnis zum Preis erzielt wird. Doch auch die qualitativen Eigenschaften, wie Stabilität, Alterung und Herstellergarantie sollte man beachten.