Solaranlagen auf Hausdächern gehören inzwischen zum normalen Ortsbild in Deutschland und sind in den unterschiedlichsten Ausführungen zu sehen. So gibt es Module auf Flachdächern, normalen Satteldächern, über den Ziegeln und in den Ziegeln integriert sowie die gebäudeintegrierte Photovoltaik. Je nach Gegebenheit der eigenen Immobilie, haben die unterschiedlichen Montagearten jeweils Vor- und Nachteile. Welche Art von Montage gerade für das eigene Haus die Optimale ist, versucht folgender Artikel heraus zu arbeiten. Für die einzelnen Systeme werden jeweils Vor- und Nachteile gegenübergestellt, so dass das jeweils passende System, je nach den eigenen Gegebenheiten, wählbar ist.

Überblick zu den Montagearten

Die meisten Solarmodule kann man sicherlich auf Satteldächern finden, da diese Dachart mit Abstand die häufigste in Deutschland ist. Dabei muss man zwischen Aufdach- und Indach-Montage unterscheiden. Bei der Aufdach-Montage werden die Solarmodule über den Ziegeln montiert und bilden praktisch eine eigene Ebene. Die Indach-Montage hingegen integriert die Solarmodule in die Dachfläche, so dass eine einheitliche Fläche entsteht.


Auf Flachdächern können ebenfalls Photovoltaikanlagen mit hohem Wirkungsgrad montiert werden. Dort verwendet man allerdings die so genannte geständerte Montage, bei der die Module von der Dachfläche abstehend installiert werden. Dies ist notwendig, damit die Solarzellen in einem optimalen Winkel zur einfallenden Sonne stehen.
Neben diesen Methoden der Dachmontage, gibt es noch die gebäudeintegrierte Photovoltaik (GIPV), bei der die Solarpanelen zum Beispiel an der Gebäudefassade oder als Sonnenschutzmodule in die Gebäudeoptik integriert werden.

Vorteile und Nachteile im Überblick

Aufdach: Dies ist die einfachste Montageart auf einem fertigen Dach. Die Module werden nachträglich auf Schienen über den Ziegeln montiert. Das bestehende Dach muss dabei nicht verändert werden. Lediglich die Haken für die Montagerahmen müssen unter den Ziegeln verankert werden. Allerdings bilden die Module optisch eine Art Fremdkörper auf dem Dach.

Indach: Optisch ansprechender sind hingegen Indach-Module. Dabei werden die Solarpanels komplett in die Dachfläche integriert. Das erfordert relativ viel Aufwand bei einer nachträglichen Solaranlagen Montage, kann aber sehr einfach sein, wenn man die Indach-Methode direkt in die Planung beim Hausbau integriert.

Flachdach: Zur Flachdachmontage gibt es bei Dächern ohne oder mit nur geringer Dachneigung keine Alternative. Für optimalen Solarertrag müssen die Module quasi auf das Dach gestellt werden. Dies hat den Nachteil, dass es optisch nicht sehr ansprechend aussieht und auch Wettereinflüssen, wie zum Beispiel Wind, Angriffsfläche bietet.

GIPV: Die gebäudeintegrierte Photovoltaik ist ästhetisch die ansprechendste Montageart. So können unverschattete Fassaden durch Solarmodule aufgewertet werden und werfen zudem noch einen Ertrag ab. Auch die Installation von Sonnenschutzmodulen in beweglicher oder statischer Form ist dabei möglich. Allerdings muss auch hier die Photovoltaik am besten in die Planung direkt beim Bau aufgenommen werden, da eine nachträgliche Montage eher schwierig ist.

Worauf muss man bei der Auswahl des Montagesystems achten?

Eine Photovoltaikanlage ist eine recht hohe Investition und man sollte nicht bei der Montage sparen. Denn gerade hier kann sich entscheiden, wie lange eine solche Anlage wartungsfrei betrieben werden kann und welche Erträge sie abwirft. Auch die Frage von Selbst- oder Fremdmontage sollte sich nur stellen, wenn man selbst über professionelle Fertigkeiten und Geräte verfügt. Ansonsten sollte man die Installation dem Fachbetrieb überlassen und nur qualitativ hochwertige Systeme verwenden.