Die Energiewende in Deutschland ist in vollem Gange und erneuerbare Energien wie Windkraft oder die Photovoltaik boomen. Auch private Hausbesitzer und Investoren können durch die Solarenergie, trotz sinkender Einspeisevergütung, weiterhin profitieren und gute und vor allem garantierte Renditen erwirtschaften. Doch vor der Investition in die Solarenergie steht eine entsprechende Vorbereitung und Planung. Hier ein kurzer Überblick über die Funktionsweise von Photovoltaikanlagen und was es bei der Planung und Realisierung zu beachten gibt.

Funktionsweise einer Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenenergie in elektrische Energie und speist diese in einen Speicher, in das Hausnetz bzw. das öffentliche Stromnetz ein. Zur Wandlung der Sonnenenergie bedient sie sich des photoelektrischen Effektes. Trifft Sonnenlicht auf ein Silizium Solarmodul, wird elektrische Energie erzeugt. Die durch mehrere Solarmodule erzeugte Energie wird dabei zusammengeführt und entweder in einen Speicher oder in das Netz eingespeist. In der Regel sind die in Deutschland betriebenen Solaranlagen netzgekoppelte Anlagen und speisen ihre Energie in das Stromnetz ein. Für jede erzeugte Kilowattstunde an elektrischer Energie zahlt der Netzbetreiber eine auf 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung.

Komponenten & Aufbau

Die beiden Hauptkomponenten einer Photovoltaikanlage sind die Solarmodule und der Wechselrichter. Die Solarmodule werden in der Regel auf eine Richtung Süden ausgerichtete Dachfläche montiert und zu Strängen verschaltet. Die elektrische Energie wird dann über ein Stromkabel an einen sogenannten Wechselrichter geführt. Dieser transformiert die Spannung auf die netzübliche 240 Volt 50 Hz Wechselspannung. Über einen Stromzähler wird diese Energie dann dem öffentlichen Stromnetz zugeführt.

Vorteile

Die Vorteile für den Besitzer und Betreiber der Photovoltaikanlage sind, neben dem ökologischen Effekt, vor allem finanzieller Art. Der Netzbetreiber zahlt dem Anlagenbetreiber eine über 20 Jahre staatlich garantierte feste Einspeisevergütung für die erzeugte elektrische Energie. Zudem kann die Anlage steuerlich abgeschrieben werden. Dadurch lassen sich, je nach Größe und Art der Anlage, garantierte Renditen von fünf bis sieben Prozent erzielen. Zwar wurden Einspeisevergütungen über die letzten Jahre immer wieder gesenkt, doch reduzierten sich auch die Preise für die Solarmodule. Trotz vieler negativer Berichte in der Presse, hat sich an der Renditesituation nur wenig geändert und auch bei jetzt erst neu installierten Anlagen sind ähnliche Renditen erzielbar.

Vorgehensweise bei der Planung & Realisierung

Zuerst muss natürlich geprüft werden, ob die Voraussetzungen für eine solche Anlage gegeben sind. Es wird eine ausreichend große und freie Dachfläche benötigt, die hauptsächlich Richtung Süden ausgerichtet ist. Ist diese vorhanden, kann man einen Fachmann damit beauftragen ein Angebot für eine Photovoltaikanlage zu erstellen . In der Regel kann man solchen Angeboten auch Informationen zu den Vergütungen und erzielbaren Renditen entnehmen. Ist dann auch noch entsprechendes Kapital vorhanden (auch günstige geförderte Kredite sind möglich), steht einer eigenen Anlage nichts mehr im Wege.