Der Staat belohnt die Zukunftsinvestition der Betreiber einer Solaranlage mit der Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Dieses Gesetz, das es seit 2000 gibt wurde in den letzten Jahren immer wieder verändert, zuletzt 2012. Es legt fest, dass Solarstrom fix vergütet wird.

Das EEG begrenzt die Einspeisevergütung jedoch auf einen Zeitraum von 20 Jahren. Und es bestimmt, wann und wie stark der Einspeisetarif bei neuen, später installierten Anlagen weiter abgesenkt wird.

Die Vergütung für PV-Strom ist nach Anlagen-Größenklassen geregelt. Das Prinzip ist einfach: Je größer die Anlage, desto geringer die Vergütung. Aktuell sind vier Größenklassen vorgesehen: Kleinanlagen bis 10 kWp, mittlere Anlagen bis 40 kWp, Anlagen bis 1.000 kWp und Großanlagen bis 10 MWp. Von April bis November 2012 gilt: Die garantierten Vergütungen pro kWh werden für neu in Betrieb genommene Anlagen jeden Monat um 1 Prozent abgesenkt und für die bestehende Anlage vom ersten Monat an bis in zwanzig Jahren garantiert.

Atmender Deckel

Ab November des laufenden Jahres gilt eine neue Regel: Die Einspeisevergütung wird umso stärker abgesenkt, je mehr PV-Anlagen im Vorquartal zugebaut wurden. Das bezeichnet man als atmenden Deckel. Der Sinn dieser Maßnahme soll darin liegen, den Run auf neue Anlagen kurz vor einem neuen Absenkungstermin zu verhindern und den Zubau gleichzeitig zu verlangsamen und zu verstetigen. 

Zudem werden im Zusammenhang mit hohen Kosten des Umstiegs auf Erneuerbare Energien und insbesondere des PV-Stromes auch immer wieder Stimmen laut, die eine völlige Abschaffung der Einspeisevergütung fordern. Ob sich diese Stimmen in absehbarer Zeit durchsetzen können, ist ungewiss.

Positive Entwicklung

Das sollte zukünftige PV-Anlagenbesitzer aber auch nicht übermäßig beschäftigen. Denn die Anlagenpreise kennen weiterhin nur eine Richtung - nach unten. Dafür steigen die Strompreise weiter. Schon in wenigen Jahren dürfte sich PV-Strom daher auch ohne Einspeisevergütung rechnen - einfach, weil er billiger ist als andere Erzeugungsmethoden. Den Punkt gleicher Kosten zwischen Netz- und PV-Strom bezeichnet man als Grid Parity.

Zudem verringert der Eigenverbrauch wirksam die Stromrechnung und macht unabhängig. Er wird mit verbesserter Batterietechnik und intelligenten Hausgeräten immer attraktiver - schließlich weiß keiner, wie teuer die konventionellen Energieträger und aus ihnen erzeugter Strom noch werden. Wer langfristig denkt, befindet sich also mit einer PV-Anlage auf jeden Fall auf der richtigen Seite.