Solarmodule auf Hausdächern gehören mittlerweile zum normalen Anblick, wenn man durch deutsche Städte oder Ortschaften fährt. Die Photovoltaik hat sich aufgrund der staatlichen Förderungen zu einer beliebten Investitionsform für Hausbesitzer entwickelt. Ist eine Anlage einmal installiert benötigt sie so gut wie keine Wartung. Allerdings kann es vorkommen, dass Solarmodule über die Jahre verschmutzen und dadurch weniger Ertrag abwerfen. In solchen Fällen sollte man über eine Solarreinigung nachdenken. Hier ein paar Tipps und Infos zum Thema Reinigung von Solarmodulen.

Typische Verschmutzungen

Solarmodule sind in der Regel sehr schmutzresistent und haben eine Art Selbstreinigungseffekt. Trotzdem kann es vorkommen, dass Verschmutzungen auftreten. Vor allem an den Rändern der Module kann am Rahmen eine Art Schmutzrand entstehen, der sich über die Jahre hin immer weiter ausbreitet.
Bein rahmenlosen Modulen sind diese Effekte nicht zu beobachten. Eine weitere typische Verschmutzungsart ist Vogelkot. Dieser ist oft sehr hartnäckig und wird selbst bei starkem Regen nur teilweise wieder abgewaschen. Wohnt man zudem noch in einer Gegend, in der viele Vögel unterwegs sind, kann Vogelkot zu einem echten Problem werden.
Oft zu beobachten sind auch Ablagerungen von Blütenstaub, der zum Beispiel bei der Rapsblüte in ländlichen Gebieten für eine komplette Gelbfärbung der Module sorgen kann. Meist verschwindet dieser Staub jedoch nach dem ersten Regen. Einige Anlagen neigen auch dazu, an den Rändern mit Moos zu bewachsen, der sich auch über die Jahre immer weiter ausbreitet.

Selbstreinigungseffekt

Photovoltaikanlagen verfügen in der Regel über sehr gute Selbstreinigungseffekte. Zum einen sind sie mit einem Glas abgeschlossen, das Verschmutzungen sehr gut abweisen kann und zum anderen werden sie bei einem Neigungswinkel von mehr als 20 Grad sehr gut durch den Regen gereinigt. Bei Modulen mit sehr geringer Neigung kann dieser Effekt allerdings sehr klein ausfallen.
Optimal für die Selbstreinigung ist auch abgleitender Schnee. Dieser entfernt Verschmutzungen durch seine feste Struktur um noch einiges besser als Regen.

Wann ist eine professionelle Solarreinigung erforderlich?

Viele Anlagen kommen über die komplette Lebensdauer ohne eine professionelle Reinigung, da sie durch den Selbstreinigungseffekt sehr gut gesäubert werden. Treten allerdings Verschmutzungen durch Moos oder Ränder am Rahmen auf und ist die Dachneigung zu gering, um diese bei Regen zu entfernen, sollte man die Module ab und an professionell reinigen lassen. Wichtig ist dabei, dass man durch regelmäßige Kontrolle der Erträge prüft, ob die Leistung der Module evtl. durch die Verschmutzung schon gesunken ist. Spätestens dann macht sich eine professionelle Reinigung bezahlt, da die Kosten sehr schnell durch den gesteigerten Solarertrag wieder eingespielt sind.