Ist man in Deutschland unterwegs, gehören Photovoltaikanlagen auf Hausdächern mittlerweile zur Normalität. Auf vielen Häusern sind inzwischen Solarmodule installiert und die Anzahl der Anlagen steigt stetig weiter an. Gerade für Hausbesitzer ist die Photovoltaikanlage in Zeiten der Finanzkrise zu einer lohnenden und vor allem sicheren Geldanlage geworden. Doch nicht jedes Haus und jede Dachfläche eignet sich zum Betrieb einer solchen Anlage. So sollten bestimmte Voraussetzungen, was die Ausrichtung und die Dachneigung angeht, erfüllt sein, um lohnende Erträge erwirtschaften zu können. Hier ein kurzer Überblick über die optimalen Bedingungen für die Ausrichtung einer Solaranlage und welche Einflussfaktoren und Abweichungen zu Ertragsverlusten führen können.

Optimale Ausrichtung & Dachneigung

Jede Region hat eine optimale Dachneigung und Dachausrichtung, bei der eine Solaranlage den größten Ertrag erwirtschaftet. Sie sollte im Optimalfall genau Richtung Süden ausgerichtet sein und eine Dachneigung von ca. 30 bis 35 Grad aufweisen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können pro kWp installierter Anlagenleistung in der Regel mindestens 850 kWh Stromertrag erwirtschaftet werden. Jedes Prozent Abweichung von der Himmelsrichtung und der Dachschräge führt zu einer Ertragsminderung. Werden bestimmte Werte überschritten, kann es im Extremfall dazu führen, dass sich eine Solaranlage nicht mehr rechnet. In diesem Fall ist dem Hausbesitzer und Interessenten dringend von einer Investition in die Solarenergie abzuraten.

Einflussfaktoren wie Verschattungen oder Schnee

Neben den Abweichungen von der optimalen Ausrichtung und Dachschräge, gibt es noch weitere Einflussfaktoren, die den Ertrag einer Anlage mindern können. So kann sich die Verschattung einzelner Module sehr negativ auf den Gesamtertrag auswirken. Liegt nämlich nur ein einziges Modul eines Modulstrangs im Schatten, kann dies zu einer Minderung von mehr als 90 Prozent des gesamten Stranges führen, obwohl die anderen Module mit Sonne beschienen werden. Dies liegt daran, dass der Innenwiederstand bei verschatteten Modulen steigt und in einer Reihenschaltung kein oder nur noch wenig Strom fließen kann. Gründe für Verschattungen kann es viele geben. So kann dies zum Beispiel der Baum des Nachbarn sein, Dachaufbauten wie Kamin oder Dachgauben oder auch nur Schnee, der auf den Modulen liegen geblieben ist. Bei der Montage von Solarmodulen ist deshalb unbedingt darauf zu achten, dass keine Verschattungen auftreten. Schnee im Winter ist am besten auch möglichst schnell zu beseitigen.

Ertragsverluste bei Abweichung von der optimalen Ausrichtung

Den Ertragsverlust bei Abweichungen von der optimalen Ausrichtung kann man genau berechnen oder auch aus fertigen Diagrammen auslesen. Eine Abweichung der Himmelsrichtung um 40 Prozent Richtung Osten oder Westen, sowie eine Dachschräge von 40 Prozent, lassen zum Beispiel den Ertrag auf bis zu 90% des Maximalertrages sinken lassen.